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Allgemeines

Das Wort "Fonds" kommt aus dem Französischen und bedeutet soviel wie Kapital.
In einem Fonds sind eine Vielzahl von Wertpapieren, Immobilien, festverzinslichen Anlagen oder anderen Werten enthalten, die in ihrer Summe einen bestimmten Geldwert ergeben. Dieser Geldwert wird in einzelne, kleinere Anteile geteilt. Diese Fonds-Anteile oder Bruchteile davon können Anleger zu einem börsentäglich ermittelten Kurs handeln. Eigentümer von Fondanteilen verfügen nicht direkt über die zugrundeliegenden originären Werte wie Aktien oder Immobilien, sondern sie beteiligen sich an einer Eigentumsgemeinschaft.

Man unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen Fonds. Offene Fonds bzw. dessen Anteile können täglich zum aktuellen Kurs verkauft werden, dagegen können geschlossene Fonds nur auf eine feste Laufzeit hin abgeschlossen werden. Das macht einen vorzeitigen Verkauf schwieriger.

Vor- und Nachteile eines Fonds

Fonds unterliegen einer ständigen Beobachtung durch ein professionelles Fondsmanagment unter staatlicher Aufsicht. Ein entscheidender Vorteil liegt allerdings in der größeren Risikostreuung im Vergleich zum Kauf einzelner Wertpapiere (Aktien u.a.).
Nachteil: Im Gegensatz zum Direktinvestment ist ein Fonds naturgemäß wesentlich intransparenter. Der Anlageerfolg hängt wesentlich von der Qualität des Fondsmanagements ab.

Fondarten

Aktienfonds
Hier wird hauptsächlich in Aktien inländischer und/oder ausländischer Unternehmen investiert. Der Inhaber von Aktienfondsanteilen ist mit einer breiten Streuung am Produktivvermögen der verschiedenen Unternehmen beteiligt. Deren Vermögenswerte, wie Gebäude, Grundstücke, Maschinen, Warenbestände, die gesamten bilanziellen Aktivposten, sowie deren Know-how über Produktionstechniken und ihre weltwei ten Geschäftsverbindungen stellen einen riesigen inflationssicheren Wert dar.
Eine längerfristige Investition in Aktien schützt vor Verlusten durch Inflation.

Regionenfonds
Hier erstreckt sich das Investment auf eine Ländergruppe oder einen bestimmten Kontinent. Das führt dazu dass diese Fonds sehr spezialisiert auf die jeweilige Region sind. Allerdings spielt bei solchen Fonds auch ein gewisses Währungsrisiko mit.

Länderfonds
Gibt es fast für jedes Börsenland. Dadurch dass die einzelnen Börsenmärkte hierbei nicht länderübergreifend abgedeckt werden, bietet sich dem Anteilsinhaber die Chance, an der Wertentwicklung eines ganz bestimmten, von ihm ausgewählten, Marktes teilzuhaben. Ein Länderfonds ist sehr stark von der zyklischen Wirtschaftsentwicklung abhängig. Dies kann ein enormer Nachteil sein, da negative Trendrichtungen nicht durch Ausweichen auf andere positive Märkte ausgeglichen werden können.

Branchenfonds
Hier wird nur in eine spezielle Branche investiert. Die starke Konzentration auf eine bestimmte Branche erhöht, vor allem in Wachstumsbereichen, die Chancen, birgt jedoch auch höhere Risiken. Unter anderem gibt es Fonds von gängigen Branchen wie: Gesundheitswesen, Bank-/Versicherungs- und Fondsgesellschaften, Rohstoffe, Goldminen, Telekommunikation, Technologie, Ökologie,Internet, Biotechnologie

Indexfonds
Hier wird sich an einem ganz bestimmten Marktbarometer orientiert, die großen Börsenindizes wie DAX, Euro Stoxx, Dow Jones oder Nikkei sind hierfür die Basis. Eine teure Analyse von Unternehmen oder des wirtschaftlichen Umfel des entfällt. Deshalb unterliegen Indexfonds in der Regel minimalen Kostensätzen. Trotzdem – aufgrund dieser, wenn auch geringen, inter nen Kosten und der gesetzlichen Vorlage der Liquiditätshaltung – kann der Fonds nie zu 100 Prozent investiert sein. Es ist ein Grund dafür, weshalb leichte Abweichungen zur tatsächlichen Marktentwicklung entstehen!

Garantiefonds
Hier handelt es sich um einen Aktienfonds, der mit einer Laufzeit ausge stattet ist. Der Anleger erhält die Garantie dass sein eingezahltes Kapital zu 100% bei Laufzeitende zurückbezhalt wird. Der Nachteil liegt auf der Hand: Da die Kursabsicherung Kapital bindet bzw. Kosten darstellt, kann bei einem Aufschwung nur zu einem Teil an den Kurs steigerungen partizipiert werden. Dieser Kostenfaktor schmälert die Renditechancen erheblich, so dass die eigentlichen Renditevorteile der Aktienanlage wieder verloren gehen.

Rentenfonds
Hier wird in festverzinsliche Wertpapiere investiert, mit denen die Anleger dem Staat oder dem Unternehmen Ihr Geld leihen. In einer festgelegten Frist erhalten die es zurück und bekommen während dieser Zeit eine feste und regelmäßige Zinszahlung. Rentenfonds bestehen im Einzelnen aus: Pfandbriefen, Kommunalobligationen, Banken-Inhaberschuldverschreibungen,
Bundesobligationen, Bundes-/Staatsanleihen, Länderanleihen, Industrieanleihen.

Geldmarktfonds
Hier spricht man vom "modernen Sparbuch". Das im Geldmarktfonds zur Verfügung stehende Kapital wird aus schließlich in kurzfristige Geldmarktanlagen investiert. Durch die Anlage in Tages- und kurzfristige Termingelder sowie festverzinsliche Wertpapiere mit sehr kurzen Restlaufzeiten entstehen keinerlei Kursrisiken.

Mischfonds
Hier wird in Rentenpapiere und Aktien investiert, wobei das Verhältnis zwischen Aktien und Renten entsprechend der Markteinschätzung des Fondsmanagements gewählt und gewichtet wird. Die klassische Mischfondskonzeption hat einen vermögensverwalten den Charakter.

Dachfonds
Hier wird ausschließlich in bereits bestehende Investmentfonds (Zielfonds) investiert. Um eine gesunde Vermögensstruktur aufbauen zu können, ist die Investition in einen Fonds nicht ausreichend. Wenn aber nicht genügend Anlagemittel zur Verfügung stehen, um eine Streuung auf verschiedene Fonds vornehmen zu können, stellt der Dachfonds eine optimale Lösung dar. Um die Vorteile eines Dachfonds optimal nutzen zu können, muss das Fondsmanagement auf alle Zielfonds, die in Deutschland registriert und zum Vertrieb zugelassen sind, zurückgreifen können. Nur das Zusammenfügen unterschiedlicher, mit jeweils anderen Strategien erfolgreicher Zielfonds führt zu einer Optimierung Ihrer Vermögens struktur.

Immobilienfonds
Hier wird ausschließlich in Immobilien investiert, wobei Gewerbeimmobilien bevorzugt werden, da sie ein wesentlich besseres Preis-/Ertragsverhältnis bieten und weniger Verwaltungsaufwand benötigen. Bei den in Deutschland vertriebenen Immobilienfonds war selbst in wirtschaftlich schlechten Jahren immer eine Vermietungsquote von 95 bis 99 Prozent gegeben. Folgende Vorteile bietet diese Art von Fonds: keinerlei Verwaltungsaufwand, keine Probleme mit Mietern oder Hausverwaltungen, sichere Sachwertanlage, Infaltionsschutz durch indexierte Mietverträge, steuerliche Vorteile, tägliche Verfügbarkeit, keine Standortrisiken, relativ hohe Risikostreuung.

AS Fonds
Hier ist die "Altersvorsoge Sondervermögen" gemeint, die gesetzliche Alternative zu Renten- und Lebensversicherungen. Der Gesetzgeber hat ergänzend zu den Anlegerschutzgesetzen für die AS-Fonds Einschränkungen bei den Anlagemöglichkeiten und längerfristige Vertragsbedingungen geschaffen. Somit soll ein ausgewogenes Portfolio geschaffen und die Schwankungsrisiken im Vergleich zu reinen Aktienfonds reduziert werden. Im Einzelnen bedeutet das: mindestens 18 Jahre Laufzeit oder bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres, Sparrate mindestens 50 Euro pro Monat, 3-monatige Kündigungsfrist, keine Teilverfügungen, Sparplanaussetzung möglich, jedoch mindestens eine Einzahlung pro Jahr und im letzten Viertel der Laufzeit muss ein kostenloser Tausch, beispielsweise in weniger schwankende Fonds, möglich sein.

Hedge-und Futurefonds
Hier steht die Gewinnmaximierung im Vordergrund: Hochriskante Termingeschäfte gehören genauso dazu wie Leerverkäufe und Spekulationen auf Kredit. Mit Absicherungsstrategien versuchen Hedge fonds, auch bei rückläufigen Kapitalmärkten positive Ergebnisse zu erzielen. Da diese Fondart keinerlei Kontrolle durch das Bundesaufsichtsamt unterliegt, sollte man sich vorher genauestens über die Fondsgesellschaften informieren. Ein weiterer Unterschied liegt in der Verfügbarkeit Ihres Geldes. In den meisten Fällen haben Hedgefonds Bindungsfristen, und selbst wenn diese ausgelaufen sind, ist der Verkauf nur zu festen Terminen quartals- oder monatsweise möglich.


Venture-Capital-Fonds
Hier kann man sich zu einem frühen Zeitpunkt, quasi in der Gründungsphase, an wachstumsstarken Unternehmen zu beteiligen. Dies birgt natürlich ein enormes Risiko in sich, denn zum Zeitpunkt der Überweisung wissen Sie noch nicht, wohin Ihr Geld fließen wird (Blind Pool). Bei Investitionen außerhalb des Eurolands tritt noch das Währungsrisiko hinzu. Venture-Capital-Fonds unterliegen nicht den Anlegerschutzgesetzen für Investmentfondsanlagen.

Umbrellafonds
Hier handelt es sich um eine übergeordnete Fondskonstruktion, bestehend aus mindestens zwei verschiedenen Unterfonds, bei denen es sich um die eigentlichen Investment fonds handelt. Der Vorteil für den Anleger liegt darin, dass er inner halb der verschiedenen Unterfonds jederzeit tauschen (switchen) kann, ohne erneut den Ausgabeaufschlag zu bezahlen. Lediglich geringe Tauschgebühren werden in Rechnung gestellt.

 
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