Geschlossene Fonds – Chancen und Risiken

In der letzten Zeit sind geschlossene Fonds in den Fokus der Geldanleger gerückt, weil einige wenige Fonds die Anteilsrücknahme gestoppt haben, um eine Überschuldung zu vermeiden. Deshalb fragen sich viele, ob denn geschlossene Fonds überhaupt für eine nachhaltige, wachstumsorientierte Geldanlage geeignet sind oder ob besser andere Geldanlageformen gewählt werden sollten. 

Chancen von geschlossenen Fonds
Der geschlossene Fonds als Konstruktionsprinzip für die Geldanlage wird insbesondere dann gewählt, wenn es sich um langfristige Beteiligungen oder unternehmerische Engagements handelt. Wenn beispielsweise im Bereich erneuerbarer Energien ein Solarkraftwerk oder eine Treibstoffproduktion für Biotreibstoff der neuesten Generation gebaut wird, dann stehen am Anfang fast alle Auszahlungsströme und die Rückzahlung der Investition und Erwirtschaftung der Rendite erfolgt über die gesamte Investitionsdauer mit Hilfe der verkauften Treibstoffe oder der Bioenergie. Für den Initiator ist dabei ein vergleichsweise stabiler Investoren- bzw. Eigentümerkreis von Vorteil, denn insbesondere in der Aufbauphase der Produktionsanlagen ist ein zu früher Geldabfluss nicht förderlich. Deshalb können geschlossene Fonds zwar an den Anbieter zurückgegeben werden oder dieser versucht diese Anteile am Zweitmarkt an neue Investoren weiterzugeben. Eine Garantie dafür kann er aber nicht geben, denn bei plötzlichen Auszahlungen gerade in der Investitionsphase und noch nicht einsetzenden Erlösen aus Produktion und Verkauf würde die Gefahr einer zu hohen Verschuldung durchaus drohen können.

Die Qualität der Geldanlage hängt nicht von der Konstruktion ab
Wie bei jeder anderen Geldanlage auch hängt die Rendite nicht in erster Linie von der gewählten Konstruktion ab. Vielmehr sollte das Investitionsobjekt stetige Erträge liefern und im Erstellungspreis bzw. im Fondsvolumen angemessen bewertet sein. Dann steht auch einem langfristigen Investment nichts mehr im Wege.

Kommentieren